///
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Selcan*

[*Namen verkürzt]
Studentin aus Köln


Selcan ist 24 Jahre alt und wurde in der Nähe von Aachen geboren. Ihre Eltern kommen aus der Türkei. Sie hat in ihrer Geburtstadt das Abitur gemacht. Sie wäre gern Lehrerin geworden, hat aber nicht auf Lehramt studiert, weil sie befürchtete, mit einem Kopftuch nicht als Lehrerin arbeiten zu dürfen. Jetzt studiert sie Islamwissenschaften an der Universität in Köln. Der Islam spielte immer eine wichtige Rolle im Leben von Selcan. Sie kommt aus einer frommen Familie, die aber nicht streng gäubig ist. Im Grundschulalter hat sie auch eine Koranschule besucht. Für sie war der Glaube immer Halt in Ihrem Leben, sie hat sich davon– auch als Mädchen – nicht eingeschränkt gefühlt. Den Wunsch, ein Kopftuch an zu legen hatte Sie bereits in der Oberstufe, aber ihre Eltern haben ihr geraten, es nicht zu tun, um Probleme in der Schule zu vermeiden. Als sie das Studium begann, war es dann so weit; nun ist das Kopftuch für sie Alltag, obwohl sie oft – auch von jungen Menschen – darauf angesprochen wird. Für sie ist es ein Zeichen ihres Glaubens, ihr Freundeskreis besteht aus jungen Menschen aus aller Welt.


015-Arbeitsblatt-Selcan.pdf.zip


[wpdm_package id=’955′]

socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Rajinder*

*Name auf eigenen Wunsch verkürzt
+++
Rajinder verließ seine Heimat Indien als Kind. Gemeinsam mit seiner Mutter kam er 1992 nach Deutschland. Sein Vater hat Indien schon Jahre vorher verlassen. Rajinder fiel von Anfang auf, denn er trug lange Haare und einen Turban: das Erkennungsmerkal eines Sikhs. Das kannten seine Mitschüler nicht, deshalb fühlte er sich unwohl. Anfang 20 schnitt er sich die langen Haare ab und war endlich frei. Seine Eltern brachen daraufhin den Kontakt zu ihm ab. Rajinder geht immer noch in den Tempel – nur ohne Turban. Als DJ und Musiker fühlt er sich seiner Heimat Indien noch immer verbunden. Sein zuhause ist aber Deutschland.


013-Arbeitsblatt-Rajinder.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Emmanuel PETERSON

Emmanuel kam mit 9 Jahren aus einer kleinen Stadt in Ghana nach Deutschland. Seine Mutter war bereits vor Jahren nach Deutschland gegangen und schickte der Familie regelmäßig Geld nach Afrika. Emmanuel und seine beiden Schwestern lebten bei Verwandten. Als er 9 Jahre alt war, holte ihn die Mutter nach. Hier angekommen, erkannte er sie am Flughafen nicht; so lange hatten sie sich schon nicht gesehen. Nach und nach raufte sich die Familie zusammen – und Emmanuel gewöhnte sich an das Leben und die Schule in Deutschland.
Im Nachhinein ist er froh, dass er zunächst in so einem so kleinen Ort wie Bochum-Werne gelandet ist. An seiner Schule war er das einzige Kind aus Afrika, niemand sprach seine Sprache. Weil er mit den anderen Kindern schnell in Kontakt kommen wollte, lernte er schnell Deutsch.


019-Arbeitsblatt-Emanuel-PETERSON.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Hamed R.

Hamed ist 30 Jahre alt und im Iran geboren. Seine Familie musste aus dem Land fliehen, weil sein Vater verfolgt wurde. Ihm drohte Gefängnis, weil er ein regimekritisches Buch (kopiert und) verbreitet hatte. Die Familie floh über die Türkei nach Deutschland und beantragte politisches Asyl.
In den ersten Monaten lernte er deutsch, so dass er zur Schule gehen konnte. In seiner Schulzeit wurde er oft gefördert, hat aber auch oft die Erfahrung gemacht, dass die Menschen Vorurteile gegenüber jungen Männern aus islamischen Ländern haben. Leider oft auch Lehrer.
Obwohl Religion in seinem Privatleben keine große Rolle spielt, ist er oft konfrontiert mit den Vorurteilen gegenüber dem Islam. Der alltägliche Rassismus nervt ihn und er wünscht sich, dass die Menschen in Deutschland gemeinsam die wirklichen Probleme des Landes angehen sollten – „Immer noch werde ich in Deutschland nach so vielen Jahren wie ein Alien behandelt.“


007-Arbeitsblatt-HAMED-R.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

UNTERRICHTSMODUL – Chance zur Veränderung?

[wpdm_package id=’303′]

I. Thema

Chance zur Veränderung? – Geschlechterrollen in der Migration – Zum Umgang mit Geschlecht, Sexualität und beruflicher Selbstbestimmung in Migrationsprozessen

II. Fach
Geschichte, Sekundarschulen, 9. – 10., 11. – 12. Klasse

III. Zeitrahmen
7 Unterrichtssrunden à 45 min,
zeitliche Entlastungen durch Hausarbeitsleistungen möglich.

IV. Lehrplanbezug
Nordrhein-Westfalen
Kernlernplan Geschichte G8, Jahrgangstufen 7 bis 9, 12. Inhaltsfeld: Was Menschen früher voneinander wussten und heute voneinander wissen, hier: Reisen früher und heute
Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II (1999), Zeitfeld „Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zeitgeschichte“, Handlungs- und Kulturräume „Orts- und Regionalgeschichte“, „Deutsche Geschichte“, „Europäische Geschichte“, „Geschichte außereuropäischer Kulturen“

Berlin (Rahmenlehrplan)
Geschichte S I, Doppeljahrgangstufe 9/19: Konfrontation der Blöcke und Deutsche Frage, hier: Leben in Deutschland: Aspekte der Alltagsgeschichte, Aktuelle Weltpolitische Problemfelder, hier: Migrationen und globalisierte Gesellschaften
Geschichte S II, Wahlbereich Migrationen zum 2. Kurshalbjahr (religiöse, politische, wirtschaftliche Ursachen von Migration)
Niedersachsen
Kerncurricula Geschichte Gymnasiale Oberstufe, Rahmenthema 2 „Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse in der Geschichte“, Wahlmodul 8 „Heimat und Fremde – Migrationsprozesse in Europa“
Kerncurriculum Gymnasium Schuljahrgänge 5 – 10, Klasse 10: Geschichte Deutschlands nach 1945 im europäischen und internationalen Kontext
Kerncurriculum Oberschule Schuljahrgänge 5 – 10, Klasse 10: Begegnungen unterschiedlicher Kulturen in Europa

I. Fragestellung / thematische Spezifizierung
Worum geht es in dieser Reihe?

In diesem Modul geht es sowohl um Konflikte als auch um neue Handlungsmöglichkeiten, die durch Migration entstehen und sich oft anschaulich im Umgang mit Geschlechterverhältnissen zeigen. Im Fokus des Moduls steht somit insbesondere die Art und Weise, wie Migrantinnen und Migranten ihre eigene Geschlechtszugehörigkeit erleben und im Zuge von Migration neu bewerten müssen.

Didaktische Perspektive

„Der Gastarbeiter“ als Sinnbild deutscher Migrationspolitik nach 1955 ist eine männliche Person. Wie in vielen historischen Erzählungen ist auch in der Migrationsgeschichte die Perspektive des Männlichen dominant. In dem hier entworfenen Modul soll gezeigt werden, dass durch Migration im Hinblick auf Geschlechterrollen zum einen neue Freiräume geschaffen werden können, es zum anderen aber auch zu Irritationen und Missverständnissen im Zuge interkultureller Begegnungen kommen kann. Ausgewählt sind hier die Geschichten zweier Frauen, die diese Spannungen auf unterschiedliche Weise erleben und darüber berichten.

Indem hier insbesondere die individuellen Motivationen der Migrierenden sowie deren Handlungsmöglichkeiten thematisiert werden, kann das geschichtsdidaktische Prinzip der Personifizierung zur Geltung kommen. Ein solcher akteurszentrierter Ansatz folgt dem kulturwissenschaftlichen Konzept der agency und lässt die historischen Akteurinnen als eigensinnige historische Subjekte erscheinen.

Die Audio-Quellen aus dem migration-audio-archiv bieten die Möglichkeit, weibliche Perspektiven auf das Thema Migration zu eröffnen. Die im migration-audio-archiv entstanden Quellen können als Selbstzeugnisse klassifiziert werden, die in einem offenen Interviewverfahren aufgezeichnet, geschnitten und gekürzt sowie technisch bearbeitet wurden. Sie zeichnen sich durch eine biografische Erzählstruktur, die besonders facettenhafte Thematisierung von Migration sowie durch eine technisch besonders hochwertige Qualität aus.

Das Anhören der Lebenserzählungen, ein aufmerksames Zuhören und eine Auseinandersetzung mit der jeweiligen Erzählweise soll im Zentrum des Unterrichts stehen. Im Zuge eines Geschichtsunterrichts, der die Förderung von narrativer Kompetenz sowie handlungs- und produktionsorientierte Verfahren berücksichtigt, soll durch die Arbeit mit den Audio-Erzählungen zugleich eine produktive Aneignung der Migrationsgeschichten angebahnt werden: Die SuS sollen die Analyse der Quellen zum Ausgangspunkt für eine Produktion von eigenen historischen Narrationen zum Thema Migration nutzen.

Die Auswahl von ausschließlich weiblichen Perspektiven erinnert vielleicht an geschichtsdidaktische Ansätze einer klassischen additiven Frauengeschichte, doch das Modul bietet facettenreiche Optionen einer Reflexion dieser Sichtweise und ermöglicht dadurch einen mehrperspektivischen Zugang zu der Thematik.

Sachinformation:
Worum geht es?

Migrationsgeschichte als Geschlechtergeschichte zu begreifen führt zu einer besonderen Justierung dieses historiografischen Feldes. So kann im Rahmen einer Analyse, die nach den jeweils anderen Bedingungen von Migration für Männer und Frauen fragt, zum Beispiel in den Blick geraten, dass das Feld der Erwerbsarbeit generell männlich kodiert war und Frauen im Zuge der Erwerbsmigration bis in die 1970er Jahre nur für besondere Tätigkeitsfelder zugelassen wurden (z. B. für Tätigkeiten in der Elektroindustrie). Der sogenannte „Familiennachzug“ in den 1970er Jahren war vor allem ein Wanderungsprozess, der fast immer selbstredend von Männern als den aktiv im Erwerbsleben Handelnden ausging, während Frauen diejenigen waren, die als Teil einer vollständigen, nun zusammengeführten Familie gedacht wurden. Gleichzeitig eröffnete Migration für Männer und Frauen unterschiedliche Handlungsräume. Die Geschlechterverhältnisse in der ‚neuen’ Heimat waren andere als im Herkunftsland und boten insbesondere den Frauen in manchen Fällen neue Möglichkeiten von gesellschaftlicher und auch politischer Teilhabe. Gerade im Zuge des Familiennachzugs gerieten unterschiedliche Geschlechterverhältnisse in Konkurrenz zueinander und mündeten nicht selten in Konflikten, da alte Familienmodelle nicht immer in die Geschlechterstruktur des Migrationslandes passten. Die Anerkennung von Frauen in den Zielländern der Migration wiederum war zudem von geschlechts-spezifischen Gesellschaftsordnungen abhängig. So war etwa Vergewaltigung in der Ehe in der Bundesrepublik bis 1997 kein Straftatbestand und dementsprechend war die Behandlung von sexueller Gewalt als Grund politischer Verfolgung mit besonderen Problemen behaftet.

socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

UNTERRICHTSMODUL – Erwartungen an Jugendliche in Familie und Gesellschaft

[wpdm_package id=’282′]

I. Thema
Erzählungen von Familie und Jugend in der Migration – Die Familie als Konflikt- und Schutzraum in Migrationsprozessen

II. Fach
Geschichte, Sekundarschulen, 9. – 10., 11. – 12. Klasse

III. Zeitrahmen
6 Unterrichtsstunden a 45 min, zeitliche Entlastungen durch Hausarbeitsleistungen möglich.

IV. Lehrplanbezug
Berlin (Rahmenlehrplan)
Geschichte S I, Doppeljahrgangstufe 9/19: Konfrontation der Blöcke und Deutsche Frage, hier: Leben in Deutschland: Aspekte der Alltagsgeschichte, Aktuelle Weltpolitische Problemfelder, hier: Migrationen und globalisierte Gesellschaften
Geschichte S II, Wahlbereich Migrationen zum 2. Kurshalbjahr (religiöse, politische, wirtschaftliche Ursachen von Migration)
Nordrhein-Westfalen
Kernlernplan Geschichte G8, Jahrgangstufen 7 bis 9, 12. Inhaltsfeld: Was Menschen früher voneinander wussten und heute voneinander wissen, hier: Reisen früher und heute
Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II (1999), Zeitfeld „Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zeitgeschichte“, Handlungs- und Kulturräume „Orts- und Regionalgeschichte“, „Deutsche Geschichte“, „Europäische Geschichte“, „Geschichte außereuropäischer Kulturen“
Niedersachsen
Kerncurricula Geschichte Gymnasiale Oberstufe, Rahmenthema 2 „Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse in der Geschichte“, Wahlmodul 8 „Heimat und Fremde – Migrationsprozesse in Europa“
Kerncurriculum Gymnasium Schuljahrgänge 5 – 10, Klasse 10: Geschichte Deutschlands nach 1945 im europäischen und internationalen Kontext
Kerncurriculum Oberschule Schuljahrgänge 5 – 10, Klasse 10: Begegnungen unterschiedlicher Kulturen in Europa

V. Fragegestellung / thematische Spezifizierung
Die Konflikthaftigkeit von Migration, genauso wie neue Handlungsmöglichkeiten, die durch Migration entstehen, zeigen sich auf anschauliche Weise oft in Konflikten innerhalb der Familie, die ein anderes Lebensmodell vertritt als das im Ankunftsland vorherrschende. In dem hier entworfenen Modul soll gezeigt werden, dass durch Migration zum einen neue Freiräume geschaffen werden, zum anderen aber auch Irritationen und Missverständnisse im Zuge interkultureller Begegnungen zu Tage treten. Ausgewählt sind hier Geschichten von zwei jungen Menschen, die unter sozialen Zwängen stehen und zwei unterschiedliche Lebenswelten miteinander vereinbaren müssen.

socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

UNTERRICHTSMODUL – Russland/Deutsche Re/migration?

[wpdm_package id=’580′]

Dauer der Unterrichtseinheit: 2 x 90 min (Länge der Audioversion: 20:18 min)
Regelschule: 5. Klasse
Förderschule: 7.-8. Klasse
Fachbezug: Deutsch, Ethik, Sozialwissenschaften, Sachunterricht, Religion, Politik, Kunst
Lernplanbezug: Nordrhein-Westfalen  Kernlernplan Geschichte G8,
mögliche Inhaltsfelder zum 20 Jh.: IF 8: Imperialismus und Erster Weltkrieg. IF 9: Neue weltpolitische Koordinaten. Russland: Revolution 1917 und Stalinismus. IF 10: Nationalismus und Zweiter Weltkrieg. Flucht und Vertreibung im europäischen Kontext. IF 11: Neuordnungen der Welt und Situation Deutschlands. IF 12: Was Menschen früher voneinander wussten und heute voneinander wissen. Selbst- und Fremdbilder in historischer Perspektive
Facharbeiten und Projektkurse bieten Spielraum für die Beschäftigung mit den verwandten Themen: Auswanderung; Geschichte der Russlanddeutschen ; Eigene Vorurteile und die im eigenen Land; Warten und gestalten von freier Zeit; Unterschiede zwischen Dorf und Stadt; Informelle Hilfen und Hilfsorganisationen; Ausbildungswege; Aspekte der Integration

Kurze Darstellung des Inhalts Audioerzählung:
Paul Kobelev ist 2001 mit seiner Familie aus Russland ausgewandert, um der Armee zu entkommen. Er freute sich auf Deutschland und ihm war klar, dass er nicht mehr nach Russland zurückkehren würde. In Deutschland hat er zunächst in zwei verschiedenen Aufnahmelagern gelebt. Erste Station war das Aufnahmelager in Friedland (Niedersachsen), zweite Station ein Aufnahmelager in Unna-Massen (NRW). Von da aus wurde die Familie nach Aachen geschickt, wo Kobelev ein halbes Jahr lang auf einen Sprachkurs wartete, den er dann für mehrere Monate in Köln besuchte.
Er wollte in die Großstadt. Die Behörden schickte die Familie nach Aachen. Aber schon für den Deutschkurs pendelte er zwischen Aachen und Köln. Für seinen Realschulabschluss zog er schließlich nach Köln. Endlich in einer Großstadt: Leute aus der ganzen Welt, Punks oder Homosexuelle. ‘So etwas gab es in Russland nicht.’
Durch Hilfe von Mitarbeitern der Caritas fand Kobelev Anschluss in einem Jobbistro in Aachen, wo er seine Freizeit verbrachte und besser Deutsch lernte. Die Caritas hat ihm auch geholfen, ein Jugendwohnheim in Köln und die Tages- und Abendschule Köln zu finden, wo er 2004 seinen Realschulabschluss machte.
Heute bezeichnet er sich als Weltbürger und würde, sollte er hier keine Arbeit finden, auch nach China gehen – lieber jedoch nach Spanien.
Paul Kobelev erzählt von den Vorurteilen der Menschen und seiner Freunde in Russland über Deutschland, seinen ersten Eindrücken in dem Land, wie er von Hilfsorganisationen in Deutschland unterstützt wurde, von der Gefahr ohne Beschäftigung in den Alkoholismus abzudriften, wie er selbst Anschluss gefunden hat und zielstrebig seine Ausbildung verfolgte und dass er durch die Auswanderung offener für das Leben in anderen Ländern geworden ist („Weltbürger“).

Schwerpunkte der Erzählung mit Ansätzen zur weiteren Thematisierung:
Auswanderung
Eigene Vorurteile und die im eigenen Land
Warten und gestalten von freier Zeit
Unterschiede zwischen Dorf und Stadt
Hilfsorganisationen
Ausbildungswege
Aspekte der Integration
Sozialform: Kleingruppe (szenisches Spiel) und Gesamtgruppe
Sozialform: Einzelarbeit
Sozialform: Partnerarbeit

Ziele der Unterrichtsreihe und der -Materialien:

  • Interesse und Empathie für Einzelperson entwickeln, sowie für die Geschichte und Gruppe der Russlanddeutschen – und somit Motivation für eine vertiefende Recherche zur Geschichte der Russlanddeutschen (resp. Deutschlands) liefern.

Auswahl des Materials aus dem migration-audio-archiv.de:
Die Erzählungen des migration-audio-archiv – die Erzählung Paul Kobelev – streift an einigen Stellen historische Hintergrundthemen, die für die Situation der Russlanddeutschen maßgeblich sind (Sein Großvater, der im zweiten Weltkrieg in einer besonderen Truppe der ,Russlanddeutschen‘ der Sowjetrussischen Armee in Berlin gekämpft hat…) beschreibt aber vor allem seine persönliche, jugendliche Perspektive auf seine Migrationsgeschichte, die Ausreise aus Russland (1991) und sein Erleben, sein Ankommen in Deutschland.
Die Erzählung zeichnet sich durch einen freien Erzählstil aus und ist – jenseits der eigenen Qualitäten als Quelle und Medien- resp. Textgattung – im Kontext größerer historischen Betrachtungen – vor allem auch motivatorisch einsetzbar.

Der Begriff ,Russlanddeutsche‘
Begriffsschwierigkeiten entstehen durch die unterschiedlichen Auffassungen von Behörden und die umgangssprachliche Nutzung des Begriffs für Deutsche in Russland und Deutsche aus Russland. Häufig werden Russlanddeutsche auch nach ihrer Aussiedlung nach Deutschland mit diesem Begriff bezeichnet (im Sinne von „aus Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zugewanderte Deutsche“), obwohl Aussiedler und nach 1993 Spätaussiedler die amtlich korrekte Bezeichnungen sind. Die nach Deutschland Übergesiedelten selbst bezeichnen sich überwiegend als Deutsche aus Russland oder (falls sie die Tatsache der Migration nicht betonen wollen) einfach nur als Deutsche (ohne jeden Zusatz).
In der Regel werden auch die deutschstämmigen Einwohner der anderen ehemaligen Sowjetrepubliken, insbesondere Kasachstans, als Russlanddeutsche bezeichnet. Individualisierende Bezeichnungen wie Krimdeutsche, Wolhyniendeutsche, Schwarzmeerdeutsche (auch Ukrainedeutsche) oder Kasachstandeutsche und Kirgisistandeutsche sind im Sprachraum weniger üblich. Fälschlicherweise werden die Russlanddeutschen gelegentlich auch als „Deutschrussen“ bezeichnet, obwohl sich letzteres auf ethnische Russen in Deutschland bezieht. Bis zum Ende der UdSSR waren zeitweise auch die Bezeichnungen Sowjetdeutsche und Sowjetunion-Deutsche im Gebrauch.
Privilegiert sind nur ausgesiedelte Russlanddeutsche nach Art. 116 GG[2] als deutsche Volkszugehörige in Deutschland. Sie erhalten mit vergleichsweise wenig Aufwand die deutsche Staatsangehörigkeit, können also von Anfang an in Deutschland alle Bürgerrechte beanspruchen.

Aspekte der Integration
Die Situation der Russlanddeutschen, die seit den 1969er Jahren nach Deutschland gekommen sind, vor allem aber in größerer Zahl, seit dem Zerfall der Sowjetunion (1989) ist nicht augenfällig problematisch; die Gruppe der Russlanddeutschen erscheint und gilt sogar als ,überdurchschnittlich gut integriert‘.
Manche Forscher und Politiker sehen darin auch den Grund, dass es kaum nennenswerte Forschung und wissenschaftliche Publikationen zu aktuellen Facetten der ,Russlanddeutschen‘ gäbe – und noch weniger Unterrichtsmaterialien zur schulischen Behandlung des Themas.
Auf der anderen Seite zeichnen sich – zumal in Presse, Publizistik und Wissenschaft – bei vielen Russlanddeutschen Anpassungsschwierigkeiten ab, deren Ursache, vor allem bei vielen Jugendlichen, mit einem Identitätsverlust verbunden werden. Gerade der formal einfache Übergang zur deutsche Staatsbürgerschaft könnte dazu beitragen.
Seit 1950 sind etwa 4,5 Millionen ,Spätaussiedler‘ – einschliesslich Familienangehöriger – in die Bundesrepublik gekommen, um sich hier eine neue Heimat aufzubauen. Nach 1990 sind die Zahlen stark zurückgegangen und nach wie vor sind es etwa 100.000 Russlanddeutsche, die jährlich aus dem Baltikum und den GUS-Staaten einreisen.
Vergleichsweise klare gesetzliche Regeln bestimmen über den Status bzw. die ,deutsche Volkszugehörigkeit‘ (nach Bundesvertriebenengesetzt); die Spätaussiedler erhalten damit automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit. Grundsätzlich müssen Menschen, die als Spätaussiedler nach Deutschland umsiedeln wollen, die (gesetzlich maßgebliche) Volkszugehörigkeit durch die Kenntnis der deutschen Sprache nachweisen.

Historischer Abriss und Daten:
Erste Siedler: Schon in den Jahren 1764–1767 wanderten rund 30.000 Deutsche – inklusive einer kleineren Anzahl von Franzosen, Niederländern und Schweden – nach Russland aus. Unter Katharina II. lockten Privilegien wie Religionsfreiheit, Befreiung vom Militärdienst, Selbstverwaltung auf lokaler Ebene mit Deutsch als Sprache, finanzielle Starthilfe, 30 Jahre Steuerfreiheit u.a. Massive Einschnitte und Repressionen begannen vor allem im Zusammenhang mit dem ersten Weltkrieg – ca. 300.000 Russlanddeutsche haben in der Roten Armee gedient; Russlanddeutsche sahen sich aber bereits früh mit dem Vorwurf als „potentieller Verräter“ und „innerer Feind“ konfrontiert. In der Nachkriegszeit und den postrevolutionären Bürgerkriegen im Sowjetgebiet folgten zahlreiche politische und soziale Umbrüche; auch Hungersnöte, unter denen auch, manchmal eben auch besonders, die Russlanddeutschen zu leiden hatten.
Besonders Problematisch wurde das Status der Russlanddeutschen im Kontext des 2. Weltkriegs: Stalins ,Kollektivierungsmaßnahmen‘, die Reaktion auf die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland sowie weitreichender stalinistischer Terror macht auch viele Russlanddeutsche zu vermeintlichen ,Spionen‘ und ,Verrätern‘;
Der politisch, militärische Hitler-Stalin-Paktes von 1939 und der deutsche Einmarsch in die Sowjetunion 1941 haben die Situation der Russlanddeutschen nicht sicherer und stabiler gemacht. Die Folgen nach dem Krieg waren u.a. die kollektive Verbannung und die Deportationen von Russlanddeutschen unter meist unmenschlichen Umständen nach Kasachstan und Sibirien; 1948 verkündete der Oberste Sowjet, dass die Verbannung „auf ewig“ gelten solle – was offiziell bis 1955 andauerte. Russlanddeutsche durften sich danach wieder anderswo niederlassen und ab den 1960er Jahren begann langsam die Ausreise von Russlanddeutschen nach Deutschland. Viele siedelten in die Bundesrepublik um; in die DDR waren es insgesamt nur knapp 5.000 Menschen. Und in den 1980er Jahren – und vor allem nach dem Zerfall der Sowjetunion wuchs die Zahl der Aussiedler nach Deutschland deutlich an um dann, ab 1990 stark zurückzugehen.

Viele Spätaussiedler, die Jahrzehnte später nach Deutschland ausgewandert sind, berichten von Folgen des Krieges, die noch heute zu spüren sind. Sie hatten mit Vorurteilen der russischen Bevölkerung in Russland, haben aber auch mit Vorurteilen der deutschen Bevölkerung in Deutschland zu kämpfen. Während den Russlanddeutschen in ihren Herkunftsgebieten ihre Deutschstämmigkeit vorgeworfen wurde und teilweise noch wird, werden Deutsche aus Russland in Deutschland häufig, wenn sie Deutsch mit Akzent sprechen, als Ausländer oder, wenn sie untereinander Russisch sprechen, als Russen eingestuft.

socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

UNTERRICHTSMODUL – Facetten der Migration nach 1955: Arbeitsmigration, Flucht und Asyl, Migration von Studierenden

[wpdm_package id=’500′]

I. Thema
Facetten der Migration nach 1955: Arbeitsmigration, Flucht und Asyl, Migration von Studierenden – Aufzeigen unterschiedlicher Aspekte von Migration nach Deutschland mit einer Fokussierung auf die Handlungsräume der Migrierenden

II. Fach
Geschichte, Sekundarschulen, 9. – 10., 11. – 12. Klasse

III. Zeitrahmen
6 Unterrichtssrunden a 45 min, zeitliche Entlastungen durch Hausarbeitsleistungen möglich.

IV. Lehrplanbezug
Berlin (Rahmenlehrplan)
Geschichte S I, Doppeljahrgangstufe 9/19: Konfrontation der Blöcke und Deutsche Frage, hier: Leben in Deutschland: Aspekte der Alltagsgeschichte, Aktuelle Weltpolitische Problemfelder, hier: Migrationen und globalisierte Gesellschaften
Geschichte S II, Wahlbereich Migrationen zum 2. Kurshalbjahr (religiöse, politische, wirtschaftliche Ursachen von Migration)
Nordrhein-Westfalen
Kernlernplan Geschichte G8, Jahrgangstufen 7 bis 9, 12. Inhaltsfeld: Was Menschen früher voneinander wussten und heute voneinander wissen, hier: Reisen früher und heute
Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II (1999), Zeitfeld „Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zeitgeschichte“, Handlungs- und Kulturräume „Orts- und Regionalgeschichte“, „Deutsche Geschichte“, „Europäische Geschichte“, „Geschichte außereuropäischer Kulturen“
Niedersachsen
Kerncurricula Geschichte Gymnasiale Oberstufe, Rahmenthema 2 „Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse in der Geschichte“, Wahlmodul 8 „Heimat und Fremde – Migrationsprozesse in Europa“
Kerncurriculum Gymnasium Schuljahrgänge 5 – 10, Klasse 10: Geschichte Deutschlands nach 1945 im europäischen und internationalen Kontext
Kerncurriculum Oberschule Schuljahrgänge 5 – 10, Klasse 10: Begegnungen unterschiedlicher Kulturen in Europa

V. Fragegestellung / thematische Spezifizierung
In diesem Unterrichtsmodul sollen unterschiedliche Ursachenzusamenhänge von Migration in die Bundesrepublik nach 1955 (‚klassische’ Arbeitsmigration, Flucht und Asyl, Migration von Studierenden) erarbeitet werden. Dabei wird sowohl der historische Hintergrund der Migrationsbewegung betrachtet als auch (und dies im Schwerpunkt) die individuelle Motivation der Migrierenden sowie deren Handlungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume.

socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Elide CARESTA


Elide Caresta kam 1967 nach Deutschland, eigentlich sollte es nur die Hochzeitsreise sein. Doch da ihr Mann bereits hier Arbeit hatte, blieb sie. Sie fing an, als Näherin in einer Fabrik in Duisburg zu arbeiten, bekam zwei Kinder und gewöhnte sich allmählich an Deutschland, auch wenn es am Anfang viele Sprachbarrieren und Orientierungsprobleme gab. Die deutsche Küche empfand sie als fade und geschmacklos. Auch gab es damals noch nicht so viele italienische Geschäfte, so dass sie für echte italienische Nudeln von Duisburg nach Köln fahren musste. Duisburg erschien ihr gegen ihr sonniges Dorf in den Abruzzen dunkel und grau. Das Schlimmste für sie war jedoch, weit weg zu sein von der Familie in Italien. Nur in den Sommerferien kehrte sie dorthin zurück.
Heute, nach über 40 Jahren, lebt sie mit ihrer Familie immer noch in Duisburg.


017-Arbeitsblatt-Elide-CARESTA.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Adalet SAL


Als 7-Jährige kam Adalet Sal 1977 aus einem kleinen türkischen Dorf mit ihrer Mutter und ihrer Schwester nach Köln-Nippes. Ihr Vater arbeitete damals schon seit Jahren als Produktionshelfer bei Ford. Als er nur drei Jahre später starb, mussten die Kinder schnell erwachsen werden und auf eigenen Füßen stehen. Mit 15 Jahren heiratete Adalet Sal freiwillig einen türkischen Jungen und bekam drei Jahre später ein Kind. Sie arbeitete zunächst als Montagehelferin, damit ihr Mann studieren konnte. Die Arbeit gefiel ihr und sie entdeckte, dass sie technisch begabt war. ihre Begabung für Technik. Sie machte schließlich eine Ausbildung zur Industriemechanikerin und bediente und reparierte daraufhin vollautomatische Anlagen. Als ihr diese Tätigkeit zu langweilig wurde, bildete sie sich auf der Abendschule zur Maschinenbautechnikerin fort – neben Vollzeit-Job, Kind und Haushalt. Stets behauptete sie sich als Frau und Migrantin in einer Männerdomäne. 2001 machte sie sich als Konstrukteurin selbstständig. Heute arbeitet sie in einem ca. 100-köpfigen internationalen Team für Ford, ist beteiligt an der Konstruktion neuer Autos und sagt: „Ich bin eigentlich stolz auf mich.“


001-Arbeitsblatt-Adalet-SAL.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Francesco D’AVINO

Francesco d’Avino kam 1958 mit 18 Jahren aus Italien nach Deutschland, um Geld zu verdienen. Die ersten Jahre arbeitete er bei Zirkus Krone und reiste durch Deutschland. Nach ein paar Jahren ließ er sich im Ruhrgebiet nieder und fand als Zimmermann eine Anstellung im Baugewerbe. Arbeiter für den Wiederaufbau in Deutschland waren damals begehrt. Später gründete er eine Familie: Seine Frau reiste aus Italien nach und sie bekamen zwei Töchter. Francesco d’Avino war es sehr wichtig, dass die beiden das Abitur machen, denn sie sollten es hier besser haben als er. Beide Töchter haben in Deutschland studiert – darauf ist er sehr stolz.


006-Arbeitsblatt-Francesco-D-AVINO.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

UNTERRICHTSMODUL – Liebe und Beziehungen

Fach: Ethikunterricht:
Zielgruppe: 8.-10. Klasse
Dauer: 5 Schulstunden à 45 min

Fragestellung: Liebe und Beziehungen – Was bedeuten Liebe und Partnerschaft  für mich und mein Umfeld/die Gesellschaft – und was hat das eigentlich mit Migration zu tun?

Worum geht es in dieser Reihe?
Was hat Liebe mit dem Thema Migration zu tun? In dieser Unterrichtsreihe geht es darum, das Thema Migration, das in öffentlichen Debatten stark mit Ressentiments behaftet ist, unter einem neuen Blickwinkel zu beleuchten. Einerseits ist der Komplex Liebe und Beziehungen etwas, dass die Lebenswelten aller Schüler_innen betrifft. Andererseits liegt der Fokus in öffentlichen Debatten zur Verknüpfung von Migrationsthemen und Liebe häufig auf extrem kulturalisierenden Perspektiven, die dieses Alltagsthema vermeintlich „kulturspezifisch“ machen.

In den folgenden fünf Unterrichtsstunden soll es darum gehen, sich mit eigenen Vorstellungen zum Thema Liebe, aber auch zur Verknüpfung von Liebe und Migration auseinanderzusetzen. Anhand der Biografien von Jiwan, Lester, Sinthuja und Maja wird deutlich, dass die Wirklichkeit wesentlich komplexer ist als es vereinfachende Bilder von Liebe, Partnerschaft und Kultur darstellen.

Ziele:
Inhaltlich:
Auseinandersetzung mit verschiedenen Perspektiven auf Liebe und Partnerschaft
Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Liebe und Partnerschaft auf die eigene Identität/das Selbstbild
Auseinandersetzung mit Liebe als Idee sowie als identitäts- und sinnstiftender Lebenswirklichkeit
Kennenlernen von zwei Biographien im Detail, sowie Eindrücken von weiteren Biografien
Reflexion des Themas Liebe, Partnerschaft und Migration vor einem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang: Auseinandersetzung mit Homophobie in der Einwanderungsgesellschaft oder familiären Erwartungen an mögliche Beziehungen der Kinder
Reflexion von Liebe im Kontext von Migration und Diskussion der Frage, ob die Geschichten über Liebe und Partnerschaft hier „migrationsspezifisch“ sind

socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Paul KOBELEV

Schüler aus Köln
+++
Paul Kobelev ist 2001 mit seiner Familie aus Russland ausgewandert, um der Armee zu entkommen. Er freute sich auf Deutschland und ihm war klar, dass er nicht mehr nach Russland zurückkehren würde. Er wollte in die Großstadt. Die Behörden schickte die Familie nach Aachen. Aber schon für den Deutschkurs pendelte er zwischen Aachen und Köln. Für seinen Realschulabschluss zog er schließlich nach Köln. Endlich in einer Großstadt: Leute aus der ganzen Welt, Punks oder Homosexuelle. ‚So etwas gab es in Russland nicht.‘ Nach dem Wirtschaftsgymnasium, das er zur Zeit noch besucht, möchte er studieren und Designer werden. Heute bezeichnet er sich als Weltbürger und würde, sollte er hier keine Arbeit finden, auch nach China gehen – lieber jedoch nach Spanien.


012-Arbeitsblatt-Paul-KOBELEV.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Jamila*


Schülerin aus Münster [1. Pseudonym, Namen auf Wunsch geändert]
+++
Als der Krieg in Tschetschenien 1994 ausbrach und russische Truppen nach Grosny einmarschierten, veränderte sich das Leben von Jumila radikal. Sie war damals 7 Jahre alt. 1999 schließlich flüchtete die Familie aus dem Land, um ihr Leben zu retten. Mit einem Minibus kamen sie nach Deutschland, nach Münster. Ihr Asylantrag wurde abgelehnt und so entschlossen sie sich nach Norwegen weiter zu ziehen. Sie hatten gehört, dass in diesem Land Asylsuchende aus Tschetschenien eher anerkannt werden. Nach 10 Monaten kehrten sie auf Einladung der Behörden wieder nach Deutschland zurück, wiederum nach Münster. Für Jamila ist Tschetschenien ihre Heimat geblieben, obwohl sie sich mittlerweile hier ganz gut eingelebt hat. Manchmal würde sie eben gerne auf die Straße gehen und ihre Muttersprache sprechen, sie würde dort die Nachbarn kennen oder könnte ins Kino gehen und einen tschetschenischen Film sehen. Doch in ihrer Heimat ist immer noch Krieg – und Tschetschenien mittlerweile ein Trümmerhaufen und das Leben dort ein Albtraum.


008-Arbeitsblatt-Jamila.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Arifien MUSNADI


Journalist aus Bergisch-Gladbach
+++
‚Meine Jugend war geprägt vom Befreiungskampf‘, sagt Arifien Musnadi, der 19 Jahre alt war, als sein Heimatland Indonesien 1949 von den niederländischen Kolonialherren unabhängig wurde. Vorher war er Partisanenkämpfer gewesen. Ihn zog es hinaus in die weite Welt: Anfang der 50er-Jahre kam er nach Deutschland, um in Münster zu studieren: ‚Überall bekam ich Freibier und wurde mit offenen Armen empfangen. Da waren wir Migranten noch Exoten‘, erinnert er sich.
Als Korrespondent einer indonesischen Presseagentur lebte er von 1960 an in Köln, wo er auch seine Frau, eine Deutsche, kennen lernte. Mit der Suharto-Diktatur Mitte der 60er-Jahre in Indonesien kam das berufliche Aus für den politisch engagierten Journalisten – er schlüpfte in die Rolle des Hausmannes, kümmerte sich um Kinder und Haushalt, während seine Frau den Lebensunterhalt für die Familie verdiente. Später fand er Arbeit in einer großen Bibliothek. Heute lebt Arifien Musnadi mit seiner Familie in einem kleinen Ort bei Köln.


(‚Biografisches Arbeitsblatt‘ hier zur einzelnen Person; die zusammenhängenden Unterrichtsmodule – oft mit mehreren Personen – stehen unter ‚Unterrichtsmodule‘)

004-Arbeitsblatt-Arifin-MUSNADI.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Rangin Dadfa SPANTA


ehem. Student aus Aachen und Außenminister von Afghanistan (2006-2010)
+++
Ursprünglich wollte Rangin Dadfar Spanta nur vier Monate in Deutschland bleiben, um eine Zeitung für den Widerstand in Afghanistan aufzubauen. Doch dann änderte er seine Meinung und wollte nicht zurück in den bewaffneten Kampf nach Afghanistan. Stattdessen ließ er sich mit seiner Familie in Aachen nieder, machte Karriere als Akademiker und engagierte sich auf lokaler Ebene politisch.
Erst nach 25 Jahren, nach dem Fall des Taliban-Regimes, konnte er zum ersten Mal wieder in sein Heimatland einreisen. Seitdem arbeitet er mit an dem Wiederaufbau seines Landes. So befriedigend diese Arbeit ist, so sehr vermisst Rangin Dadfar Spanta es manchmal, in einem Café auf dem Marktplatz in Aachen einen Kaffee zu trinken – ohne Angst, Unsicherheit und Bodyguards. Rangin Dadfar Spanta war 2006 – 2010 Außenminister Afghanistans.


014-Arbeitsblatt-Rangin-DADFAR-SPANTA.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Ali CAN


Bergarbeiter, Lkw-Fahrer und Kioskbesitzer aus Düsseldorf
+++
Ali Can wurde in einem kleinen Fischerdorf an der Ägais geboren. Ein ruhiger und idyllischer Ort, alle Familien kannten sich und pflegten die Traditionen; ein Alptraum für einen jungen Mann wie Ali, der Geld verdienen, die Welt sehen und Mädchen kennen lernen wollte. Nach Deutschland wollte er, „nur für ein, zwei Jahre und als reicher Mann zurückkehren“, wie all die anderen „Gastarbeiter“. Die fuhren weg mit nur einem Koffer und kamen zurück in einem Auto, mit Radios und Kassettenrekordern. Sieben Tage dauerte die Reise im Zug von Istanbul nach Essen. Zeit genug, um sich das Paradies auszumalen, das er erwartete. Um so größer war der Schock, als er erst in Essen erfuhr, dass er nicht als Dreher eingesetzt werden sollte, sondern unter Tage, im Kohlebergwerk. Harte Schichtarbeit, Männerwohnheim, erstes Auto, Heimaturlaub – ein Lebensverlauf, der typisch zu sein scheint für viele junge Arbeitsmigranten aus Südeuropa. Aber auch ganz untypisch und individuell: Mit der ersten deutschen Freundin, vielen durchgefeierten Wochenenden in der Düsseldorfer Altstadt, Heirat einer Frau aus seinem Dorf, das aufregende Leben als junger Vater und schließlich Arbeitslosigkeit und Hartz IV. Seit September 2006 lebt Ali Can wieder in seinem kleinen, übersichtlichen Heimatdorf in der Ägäis.


002-Arbeitsblatt-Ali-CAN.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Maya AUWAD

Maya El Auwad ist 26 Jahre und macht im Moment ihr Referendariat in Berlin. Zuvor hat sie in Münster Jura studiert. Geboren und aufgewachsen ist sie in Aachen. Mayas Vater ist Syrer, so dass sie von Anfang mit der arabischen Kultur und der Sprache aufgewachsen ist. In den großen Sommerferien haben sie immer die Großfamilie in Syrien besucht, so dass das Land und die Sitten Maya nicht fremd sind. Mit dem Leben in mehreren Kulturen, Sprachen und Regionen ist sie von Anfang an vertraut und glaubt auch, dass sie das entscheidend geprägt hat. Nicht zu letzt in ihrer Berufswahl: In ihrem Jura- Studium hat sie vor allem internationales Recht interessiert. Sie hofft, dass ihre Mehrsprachigkeit und ihre interkulturelle Kompetenz ihr später bei der Jobsuche helfen werden.


010-Arbeitsblatt-Maya-El-AUWAD.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Noemi RAZ


Lehrerin aus Köln
+++
Noemi Raz wurde in Tel Aviv geboren, für sie die schönste Stadt der Welt, die westlichste Stadt Israels, mediterran, kulturell- und weltoffen. Ihre Eltern waren 1939 von Wien nach Palästina geflohen, auf einem uralten Schiff, einem „Seelenverkäufer“. Sie wuchs voller Hass und Misstrauen gegen die Deutschen auf, war eine stolze Israelin, die das Land mit aufbauen wollte. Als ihre Eltern ihr mitteilten, dass sie nach Deutschland auswandern wollen, war die 14-Jährige schockiert, sie konnte ihre Eltern nicht verstehen. An die Überfahrt kann sie sich nicht erinnern, weinte aber Tage und Nächte lang, konnte sich an das „graue Deutschland“ nicht gewöhnen, das Leben im „verhassten Naziland“ war eine Qual. Bis heute kann sie ihren – längst toten – Eltern nicht verzeihen, dass sie sie aus ihrem Leben in Tel Aviv heraus gerissen haben.
Obwohl Noemi Raz fest vorhatte, sofort nach dem Abitur nach Israel zurückzukehren, lebt sie immer noch in Deutschland. Zunächst blieb sie der Liebe wegen hier, dann weil sie ein Kind hatte, später wegen der Arbeit. Mittlerweile lebt ihr Sohn als Arzt in Tel Aviv, und sie besucht die Stadt regelmäßig.


011-Arbeitsblatt-Noemi-RAZ.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Derya JALAL


Schülerin aus Herzogenrath/Aachen
+++
Derya Jalal in Kirkuk/Irak geboren und aufgewachsen. In Kirkuk leben überwiegend Kurden und auch ihre Familie ist kurdischer Abstammung. Ihre Kindheit beschreibt Derya als glücklich und sorgenfrei. Als jedoch ein Film über das Leben von Jesus von ihrem Vater erschien, wurde die Familie von radikalen Muslimen politisch verfolgt und bedroht. Männer überfielen das Haus, beschimpften die Familie als anti-muslimisch und schlugen sie und ihre Mutter. Der einzige Ausweg war, das Land zu verlassen. Die Familie nahm eine tagelange, gefährliche und anstrengende Fahrt im Laderaum eines LKWs in Kauf, um nach Deutschland zu gelangen. Hier beantragten sie Asyl. Ihnen wurde Herzogenrath bei Aachen als vorläufiger Aufenthaltsort im Asylantenwohnheim zugewiesen. Heute hat die Familie immer noch den Status der Duldung und jeden Tag kann die Abschiebung kommen. Derya hat sich jedoch mittlerweile in Deutschland gut eingelebt. Sie hat Freunde hier und will die Schule beenden, um eine Ausbildung als Arzthelferin zu machen. Eine Rückkehr in den Irak fände sie auf der einen Seite schön, da sie ihre Verwandten vermisst, andererseits ist es dort noch immer zu gefährlich. Sie will hier bleiben, auch wenn ihre eigentliche Heimat, ihr Zuhause, der Irak ist.


003-Arbeitsblatt-Derya-JALAL.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Lester Cano ALVAREZ


Künstler und Filmemacher aus Köln
+++
Für die Revolution, für Che und für seinen Großvater ging Lester Cano Alvarez mit 17 Jahren zur berühmten kubanischen Militärakademie nach Matanzas. Nach zwei Jahren war er sich jedoch sicher, dass er nicht länger nur Befehle ausführen und Soldat sein wollte. Für diese Entscheidung musste er ins Gefängnis. Eine Sondergenehmigung ermöglichte Lester Cano Alvarez das Studium der Kunstgeschichte in Havanna. Durch einen Zufall begegnete ihm Jeanette aus Deutschland. Es wurde daraus eine Liebesgeschichte.
Über seinen ersten Eindruck von Deutschland berichtet Lester: ‚Ich dachte, ich wäre in einer PlayStation – ich dachte, ich wäre nicht in der wirklichen Welt – es war wie eine Überrealität.‘ Lester kehrte zunächst wieder nach Kuba zurück, um sein Studium zu beenden. Jeanette und er heirateten – heimlich und in Kuba -, damit er legal in Deutschland leben konnte.
Die erste Zeit in Köln war nicht leicht. Er musste die Sprache lernen. Außerdem war er auf Jeanettes Geld angewiesen und fühlte sich nicht zugehörig – weder zu den Deutschen, noch zu den Kubanern. Durch das Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln und vor allem durch die Geburt seiner Tochter begann er, sich in Deutschland heimischer zu fühlen. Jetzt kann er sich sogar vorstellen auch in Zukunft in diesem Land zu leben.


009-Arbeitsblatt-Lester-Cano-ALVAREZ.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

‚ANNA aus Polen’*


Putzfrau aus Köln [1. Pseudonym]
+++
‚Du musst Deutsch lernen! Man weiß nie, wann der nächste Krieg kommt‘, sagte die Großmutter zu Anna, da war sie noch ein kleines Kind. Als sie 20 Jahre später in Deutschland Tag und Nacht in einer Cafeteria für wenig Geld arbeitete, dachte sie: ‚Oh Gott, wo bin ich nur gelandet?!‘ Sie war für drei Wochen ‚Urlaub‘ nach Deutschland gekommen, um die Renovierung ihrer ausgebrannten Wohnung in Polen zu finanzieren. Doch das Geld, das sie in den drei Wochen verdient hatte, reichte nicht aus und sie entschloss sich, wieder nach Deutschland zu gehen. In Polen hatte sie zuletzt als Chefin der Zimmermädchen im besten Hotel der Stadt Leszna gearbeitet. In Deutschland verdient sie mittlerweile ihr Geld als Putzfrau: ‚Das würde ich in Polen nie machen!‘ Die körperliche Arbeit ist anstrengend. Anna ist oft krank, aber sie hat keine Krankenversicherung, auch keine Arbeitserlaubnis. Die Illegalität bereitet ihr Probleme: ‚Es ist als wärst Du nicht auf dieser Welt‘, sagt sie.
Ihre Zukunft sieht Anna in Polen, sie möchte irgendwann wieder zurück – vielleicht mit 50 Jahren. Doch sie weiß auch, dass das bis dahin zusammengesparte Geld nicht lange reichen wird.


005-Arbeitsblatt-ANNA-aus-Polen.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

Mona YAHIA

Schriftstellerin und Künstlerin

Mona Yahia lebte als Tochter einer jüdischen Familie in Bagdad. Nach dem Sechs-Tage-Krieg zwischen Israel und Ägypten, Jordanien und Syrien 1967 und dem Putsch der Baath-Partei im Irak 1968 begann die Verfolgung der Juden im Irak. Daraufhin floh die Familie der Schriftstellerin nach Israel. Mona Yahia nahm die israelische Staatsbürgerschaft an und leistete ihren Militärdienst. Später studierte sie Psychologie und französische Literatur. Sie ging ein Jahr nach Paris, kehrte für sieben Jahre nach Israel zurück, beendete dort ihr Studium und begann zu malen. Die Kunstbewegung der „Neuen Wilden“ zog sie nach Deutschland. Hier studierte sie bei Harry Kramer in Kassel. Später kam das Schreiben dazu. Heute lebt Mona Yahia als Schriftstellerin in Köln und hätte am liebsten einen Zweitwohnsitz in New York oder London.


018-Arbeitsblatt-Mona-YAHIA.pdf.zip


socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

UNTERRICHTSMODUL – Flucht und Asyl

Fach: Politikunterricht:
Zielgruppe: 8.-10. Klasse
Dauer: 6 Schulstunden à 45 min

Fragestellung: Was bedeuten abstrakte Begriffe, wie Flucht und Asyl als persönliche Erfahrung und wie lassen sich diese Erfahrungen in den Kontext politischer Debatten zu diesem Thema einordnen?

Worum geht es in dieser Reihe?
Das Grundrecht auf Asyl ist im Politikunterricht häufig ein sehr abstraktes Thema, das vor allem auf  der Ebene von Gesetzen, Strukturen und politischen Institutionen bearbeitet wird. Doch was bedeutet dieses abstrakte Grundrecht konkret als persönliche Erfahrung? Die Schüler_innen setzen sich in dieser Unterrichtsreihe mit der Geschichte von Jamila auseinander, die mit ihrer Familie als Kind aus Tschetschenien flüchtete und dann eine Odyssee über viele Jahre in verschiedenen europäischen Asylverfahren erlebte. Anhand dieser Geschichte als exemplarisches Beispiel setzen sich die Schüler_innen damit auseinander, was Asyl im Einzelnen bedeuten kann und welche Auswirkungen die praktische Umsetzung des Grundgesetzparagrafen im Alltag hat.

Ziele:
Auseinandersetzung mit den Begriffen Flucht und Asyl als komplexen politischen Kategorien
Reflexion des Spannungsfelds zwischen indiiduellen Fluchtgründen und gesetzlich anerkannten Asylgründen
Kennenlernen von einer Biographie im Detail
Auseinandersetzung mit dem Alltag von Flüchtlingen in Deutschland und den Schwierigkeiten im europäischen Asylverfahren
Auseiandersetzung mit Flüchtlingen als Aktuer_innen in der politischen Asyldebatte in Deutschland

socialize! like, share, follow!
++++++++++ KICKER MULTI POST PAGES ++++++++++

UNTERRICHTSMODUL – Deutsch als Fremd-/Zweitsprache (DAF/DAZ)

[wpdm_package id=’745′]

Unterrichtseinheit:
Vom Weggehen und Ankommen
Erzählte Migrationsgeschichte
Originaltonerzählungen

Bei den Erzählungen dieses Moduls ist  zu beachten, daß zwei der hier verwendeten Originaltonerzählungen starke muttersprachliche Anklänge haben (Elide CARESTA, Francesco D’AVINO) – anderes gesagt: sie sind deutlich anders als in ‚fließendem Deutsch‘ – erzählt; – man kann auch sagen: eigenwillig, holperig, poetisch – besondere Stärken sind somit vor allem auch die Inhalte (die biografischen Qualitäten und die Erfahrungen der eigenen Migration) wie auch die didaktisch/motivatorischen Aspekte – und der hörbare Wille, sich ‚Deutsch‘ zu eigen machen und zu nutzen, typischerweise auch mit bildsprachlichen und grammatikalischen Neuschöpfungen.

Fach:
Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache DAF/DAZ
Zeitrahmen:
ca. 2 Unterrichtssrunden à 45 min,/60min/90min

Lehrplanbezug/Eignung:
Migrationsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland
als Originaltonerzählungen
Eignung insbes. für Sprachkurse und Orientierungskurse und Integrationskurse
Integrationskurs mit Alphabetisierung
Integrationskurs für Frauen
Integrationskurs für Eltern
Integrationskurs für junge Erwachsene
Förderkurs
Intensivkurs

COVER-MODDAFDAZ

socialize! like, share, follow!