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Rajinder*

*Name auf eigenen Wunsch verkürzt
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Rajinder verließ seine Heimat Indien als Kind. Gemeinsam mit seiner Mutter kam er 1992 nach Deutschland. Sein Vater hat Indien schon Jahre vorher verlassen. Rajinder fiel von Anfang auf, denn er trug lange Haare und einen Turban: das Erkennungsmerkal eines Sikhs. Das kannten seine Mitschüler nicht, deshalb fühlte er sich unwohl. Anfang 20 schnitt er sich die langen Haare ab und war endlich frei. Seine Eltern brachen daraufhin den Kontakt zu ihm ab. Rajinder geht immer noch in den Tempel – nur ohne Turban. Als DJ und Musiker fühlt er sich seiner Heimat Indien noch immer verbunden. Sein zuhause ist aber Deutschland.


013-Arbeitsblatt-Rajinder.pdf.zip


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UNTERRICHTSMODUL – Erwartungen an Jugendliche in Familie und Gesellschaft

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I. Thema
Erzählungen von Familie und Jugend in der Migration – Die Familie als Konflikt- und Schutzraum in Migrationsprozessen

II. Fach
Geschichte, Sekundarschulen, 9. – 10., 11. – 12. Klasse

III. Zeitrahmen
6 Unterrichtsstunden a 45 min, zeitliche Entlastungen durch Hausarbeitsleistungen möglich.

IV. Lehrplanbezug
Berlin (Rahmenlehrplan)
Geschichte S I, Doppeljahrgangstufe 9/19: Konfrontation der Blöcke und Deutsche Frage, hier: Leben in Deutschland: Aspekte der Alltagsgeschichte, Aktuelle Weltpolitische Problemfelder, hier: Migrationen und globalisierte Gesellschaften
Geschichte S II, Wahlbereich Migrationen zum 2. Kurshalbjahr (religiöse, politische, wirtschaftliche Ursachen von Migration)
Nordrhein-Westfalen
Kernlernplan Geschichte G8, Jahrgangstufen 7 bis 9, 12. Inhaltsfeld: Was Menschen früher voneinander wussten und heute voneinander wissen, hier: Reisen früher und heute
Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II (1999), Zeitfeld „Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zeitgeschichte“, Handlungs- und Kulturräume „Orts- und Regionalgeschichte“, „Deutsche Geschichte“, „Europäische Geschichte“, „Geschichte außereuropäischer Kulturen“
Niedersachsen
Kerncurricula Geschichte Gymnasiale Oberstufe, Rahmenthema 2 „Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse in der Geschichte“, Wahlmodul 8 „Heimat und Fremde – Migrationsprozesse in Europa“
Kerncurriculum Gymnasium Schuljahrgänge 5 – 10, Klasse 10: Geschichte Deutschlands nach 1945 im europäischen und internationalen Kontext
Kerncurriculum Oberschule Schuljahrgänge 5 – 10, Klasse 10: Begegnungen unterschiedlicher Kulturen in Europa

V. Fragegestellung / thematische Spezifizierung
Die Konflikthaftigkeit von Migration, genauso wie neue Handlungsmöglichkeiten, die durch Migration entstehen, zeigen sich auf anschauliche Weise oft in Konflikten innerhalb der Familie, die ein anderes Lebensmodell vertritt als das im Ankunftsland vorherrschende. In dem hier entworfenen Modul soll gezeigt werden, dass durch Migration zum einen neue Freiräume geschaffen werden, zum anderen aber auch Irritationen und Missverständnisse im Zuge interkultureller Begegnungen zu Tage treten. Ausgewählt sind hier Geschichten von zwei jungen Menschen, die unter sozialen Zwängen stehen und zwei unterschiedliche Lebenswelten miteinander vereinbaren müssen.

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UNTERRICHTSMODUL – Liebe und Beziehungen

Fach: Ethikunterricht:
Zielgruppe: 8.-10. Klasse
Dauer: 5 Schulstunden à 45 min

Fragestellung: Liebe und Beziehungen – Was bedeuten Liebe und Partnerschaft  für mich und mein Umfeld/die Gesellschaft – und was hat das eigentlich mit Migration zu tun?

Worum geht es in dieser Reihe?
Was hat Liebe mit dem Thema Migration zu tun? In dieser Unterrichtsreihe geht es darum, das Thema Migration, das in öffentlichen Debatten stark mit Ressentiments behaftet ist, unter einem neuen Blickwinkel zu beleuchten. Einerseits ist der Komplex Liebe und Beziehungen etwas, dass die Lebenswelten aller Schüler_innen betrifft. Andererseits liegt der Fokus in öffentlichen Debatten zur Verknüpfung von Migrationsthemen und Liebe häufig auf extrem kulturalisierenden Perspektiven, die dieses Alltagsthema vermeintlich „kulturspezifisch“ machen.

In den folgenden fünf Unterrichtsstunden soll es darum gehen, sich mit eigenen Vorstellungen zum Thema Liebe, aber auch zur Verknüpfung von Liebe und Migration auseinanderzusetzen. Anhand der Biografien von Jiwan, Lester, Sinthuja und Maja wird deutlich, dass die Wirklichkeit wesentlich komplexer ist als es vereinfachende Bilder von Liebe, Partnerschaft und Kultur darstellen.

Ziele:
Inhaltlich:
Auseinandersetzung mit verschiedenen Perspektiven auf Liebe und Partnerschaft
Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Liebe und Partnerschaft auf die eigene Identität/das Selbstbild
Auseinandersetzung mit Liebe als Idee sowie als identitäts- und sinnstiftender Lebenswirklichkeit
Kennenlernen von zwei Biographien im Detail, sowie Eindrücken von weiteren Biografien
Reflexion des Themas Liebe, Partnerschaft und Migration vor einem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang: Auseinandersetzung mit Homophobie in der Einwanderungsgesellschaft oder familiären Erwartungen an mögliche Beziehungen der Kinder
Reflexion von Liebe im Kontext von Migration und Diskussion der Frage, ob die Geschichten über Liebe und Partnerschaft hier „migrationsspezifisch“ sind

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