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UNTERRICHTSMODUL – Liebe und Beziehungen

Fach: Ethikunterricht:
Zielgruppe: 8.-10. Klasse
Dauer: 5 Schulstunden à 45 min

Fragestellung: Liebe und Beziehungen – Was bedeuten Liebe und Partnerschaft  für mich und mein Umfeld/die Gesellschaft – und was hat das eigentlich mit Migration zu tun?

Worum geht es in dieser Reihe?
Was hat Liebe mit dem Thema Migration zu tun? In dieser Unterrichtsreihe geht es darum, das Thema Migration, das in öffentlichen Debatten stark mit Ressentiments behaftet ist, unter einem neuen Blickwinkel zu beleuchten. Einerseits ist der Komplex Liebe und Beziehungen etwas, dass die Lebenswelten aller Schüler_innen betrifft. Andererseits liegt der Fokus in öffentlichen Debatten zur Verknüpfung von Migrationsthemen und Liebe häufig auf extrem kulturalisierenden Perspektiven, die dieses Alltagsthema vermeintlich „kulturspezifisch“ machen.

In den folgenden fünf Unterrichtsstunden soll es darum gehen, sich mit eigenen Vorstellungen zum Thema Liebe, aber auch zur Verknüpfung von Liebe und Migration auseinanderzusetzen. Anhand der Biografien von Jiwan, Lester, Sinthuja und Maja wird deutlich, dass die Wirklichkeit wesentlich komplexer ist als es vereinfachende Bilder von Liebe, Partnerschaft und Kultur darstellen.

Ziele:
Inhaltlich:
Auseinandersetzung mit verschiedenen Perspektiven auf Liebe und Partnerschaft
Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Liebe und Partnerschaft auf die eigene Identität/das Selbstbild
Auseinandersetzung mit Liebe als Idee sowie als identitäts- und sinnstiftender Lebenswirklichkeit
Kennenlernen von zwei Biographien im Detail, sowie Eindrücken von weiteren Biografien
Reflexion des Themas Liebe, Partnerschaft und Migration vor einem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang: Auseinandersetzung mit Homophobie in der Einwanderungsgesellschaft oder familiären Erwartungen an mögliche Beziehungen der Kinder
Reflexion von Liebe im Kontext von Migration und Diskussion der Frage, ob die Geschichten über Liebe und Partnerschaft hier „migrationsspezifisch“ sind

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Lester Cano ALVAREZ


Künstler und Filmemacher aus Köln
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Für die Revolution, für Che und für seinen Großvater ging Lester Cano Alvarez mit 17 Jahren zur berühmten kubanischen Militärakademie nach Matanzas. Nach zwei Jahren war er sich jedoch sicher, dass er nicht länger nur Befehle ausführen und Soldat sein wollte. Für diese Entscheidung musste er ins Gefängnis. Eine Sondergenehmigung ermöglichte Lester Cano Alvarez das Studium der Kunstgeschichte in Havanna. Durch einen Zufall begegnete ihm Jeanette aus Deutschland. Es wurde daraus eine Liebesgeschichte.
Über seinen ersten Eindruck von Deutschland berichtet Lester: ‚Ich dachte, ich wäre in einer PlayStation – ich dachte, ich wäre nicht in der wirklichen Welt – es war wie eine Überrealität.‘ Lester kehrte zunächst wieder nach Kuba zurück, um sein Studium zu beenden. Jeanette und er heirateten – heimlich und in Kuba -, damit er legal in Deutschland leben konnte.
Die erste Zeit in Köln war nicht leicht. Er musste die Sprache lernen. Außerdem war er auf Jeanettes Geld angewiesen und fühlte sich nicht zugehörig – weder zu den Deutschen, noch zu den Kubanern. Durch das Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln und vor allem durch die Geburt seiner Tochter begann er, sich in Deutschland heimischer zu fühlen. Jetzt kann er sich sogar vorstellen auch in Zukunft in diesem Land zu leben.


009-Arbeitsblatt-Lester-Cano-ALVAREZ.pdf.zip


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