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Selcan*

[*Namen verkürzt]
Studentin aus Köln


Selcan ist 24 Jahre alt und wurde in der Nähe von Aachen geboren. Ihre Eltern kommen aus der Türkei. Sie hat in ihrer Geburtstadt das Abitur gemacht. Sie wäre gern Lehrerin geworden, hat aber nicht auf Lehramt studiert, weil sie befürchtete, mit einem Kopftuch nicht als Lehrerin arbeiten zu dürfen. Jetzt studiert sie Islamwissenschaften an der Universität in Köln. Der Islam spielte immer eine wichtige Rolle im Leben von Selcan. Sie kommt aus einer frommen Familie, die aber nicht streng gäubig ist. Im Grundschulalter hat sie auch eine Koranschule besucht. Für sie war der Glaube immer Halt in Ihrem Leben, sie hat sich davon– auch als Mädchen – nicht eingeschränkt gefühlt. Den Wunsch, ein Kopftuch an zu legen hatte Sie bereits in der Oberstufe, aber ihre Eltern haben ihr geraten, es nicht zu tun, um Probleme in der Schule zu vermeiden. Als sie das Studium begann, war es dann so weit; nun ist das Kopftuch für sie Alltag, obwohl sie oft – auch von jungen Menschen – darauf angesprochen wird. Für sie ist es ein Zeichen ihres Glaubens, ihr Freundeskreis besteht aus jungen Menschen aus aller Welt.


015-Arbeitsblatt-Selcan.pdf.zip


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Adalet SAL


Als 7-Jährige kam Adalet Sal 1977 aus einem kleinen türkischen Dorf mit ihrer Mutter und ihrer Schwester nach Köln-Nippes. Ihr Vater arbeitete damals schon seit Jahren als Produktionshelfer bei Ford. Als er nur drei Jahre später starb, mussten die Kinder schnell erwachsen werden und auf eigenen Füßen stehen. Mit 15 Jahren heiratete Adalet Sal freiwillig einen türkischen Jungen und bekam drei Jahre später ein Kind. Sie arbeitete zunächst als Montagehelferin, damit ihr Mann studieren konnte. Die Arbeit gefiel ihr und sie entdeckte, dass sie technisch begabt war. ihre Begabung für Technik. Sie machte schließlich eine Ausbildung zur Industriemechanikerin und bediente und reparierte daraufhin vollautomatische Anlagen. Als ihr diese Tätigkeit zu langweilig wurde, bildete sie sich auf der Abendschule zur Maschinenbautechnikerin fort – neben Vollzeit-Job, Kind und Haushalt. Stets behauptete sie sich als Frau und Migrantin in einer Männerdomäne. 2001 machte sie sich als Konstrukteurin selbstständig. Heute arbeitet sie in einem ca. 100-köpfigen internationalen Team für Ford, ist beteiligt an der Konstruktion neuer Autos und sagt: „Ich bin eigentlich stolz auf mich.“


001-Arbeitsblatt-Adalet-SAL.pdf.zip


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Ali CAN


Bergarbeiter, Lkw-Fahrer und Kioskbesitzer aus Düsseldorf
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Ali Can wurde in einem kleinen Fischerdorf an der Ägais geboren. Ein ruhiger und idyllischer Ort, alle Familien kannten sich und pflegten die Traditionen; ein Alptraum für einen jungen Mann wie Ali, der Geld verdienen, die Welt sehen und Mädchen kennen lernen wollte. Nach Deutschland wollte er, „nur für ein, zwei Jahre und als reicher Mann zurückkehren“, wie all die anderen „Gastarbeiter“. Die fuhren weg mit nur einem Koffer und kamen zurück in einem Auto, mit Radios und Kassettenrekordern. Sieben Tage dauerte die Reise im Zug von Istanbul nach Essen. Zeit genug, um sich das Paradies auszumalen, das er erwartete. Um so größer war der Schock, als er erst in Essen erfuhr, dass er nicht als Dreher eingesetzt werden sollte, sondern unter Tage, im Kohlebergwerk. Harte Schichtarbeit, Männerwohnheim, erstes Auto, Heimaturlaub – ein Lebensverlauf, der typisch zu sein scheint für viele junge Arbeitsmigranten aus Südeuropa. Aber auch ganz untypisch und individuell: Mit der ersten deutschen Freundin, vielen durchgefeierten Wochenenden in der Düsseldorfer Altstadt, Heirat einer Frau aus seinem Dorf, das aufregende Leben als junger Vater und schließlich Arbeitslosigkeit und Hartz IV. Seit September 2006 lebt Ali Can wieder in seinem kleinen, übersichtlichen Heimatdorf in der Ägäis.


002-Arbeitsblatt-Ali-CAN.pdf.zip


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UNTERRICHTSMODUL – Deutsch als Fremd-/Zweitsprache (DAF/DAZ)

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Unterrichtseinheit:
Vom Weggehen und Ankommen
Erzählte Migrationsgeschichte
Originaltonerzählungen

Bei den Erzählungen dieses Moduls ist  zu beachten, daß zwei der hier verwendeten Originaltonerzählungen starke muttersprachliche Anklänge haben (Elide CARESTA, Francesco D’AVINO) – anderes gesagt: sie sind deutlich anders als in ‚fließendem Deutsch‘ – erzählt; – man kann auch sagen: eigenwillig, holperig, poetisch – besondere Stärken sind somit vor allem auch die Inhalte (die biografischen Qualitäten und die Erfahrungen der eigenen Migration) wie auch die didaktisch/motivatorischen Aspekte – und der hörbare Wille, sich ‚Deutsch‘ zu eigen machen und zu nutzen, typischerweise auch mit bildsprachlichen und grammatikalischen Neuschöpfungen.

Fach:
Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache DAF/DAZ
Zeitrahmen:
ca. 2 Unterrichtssrunden à 45 min,/60min/90min

Lehrplanbezug/Eignung:
Migrationsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland
als Originaltonerzählungen
Eignung insbes. für Sprachkurse und Orientierungskurse und Integrationskurse
Integrationskurs mit Alphabetisierung
Integrationskurs für Frauen
Integrationskurs für Eltern
Integrationskurs für junge Erwachsene
Förderkurs
Intensivkurs

COVER-MODDAFDAZ

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