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Noemi RAZ


Lehrerin aus Köln
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Noemi Raz wurde in Tel Aviv geboren, für sie die schönste Stadt der Welt, die westlichste Stadt Israels, mediterran, kulturell- und weltoffen. Ihre Eltern waren 1939 von Wien nach Palästina geflohen, auf einem uralten Schiff, einem „Seelenverkäufer“. Sie wuchs voller Hass und Misstrauen gegen die Deutschen auf, war eine stolze Israelin, die das Land mit aufbauen wollte. Als ihre Eltern ihr mitteilten, dass sie nach Deutschland auswandern wollen, war die 14-Jährige schockiert, sie konnte ihre Eltern nicht verstehen. An die Überfahrt kann sie sich nicht erinnern, weinte aber Tage und Nächte lang, konnte sich an das „graue Deutschland“ nicht gewöhnen, das Leben im „verhassten Naziland“ war eine Qual. Bis heute kann sie ihren – längst toten – Eltern nicht verzeihen, dass sie sie aus ihrem Leben in Tel Aviv heraus gerissen haben.
Obwohl Noemi Raz fest vorhatte, sofort nach dem Abitur nach Israel zurückzukehren, lebt sie immer noch in Deutschland. Zunächst blieb sie der Liebe wegen hier, dann weil sie ein Kind hatte, später wegen der Arbeit. Mittlerweile lebt ihr Sohn als Arzt in Tel Aviv, und sie besucht die Stadt regelmäßig.


011-Arbeitsblatt-Noemi-RAZ.pdf.zip


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