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Erzählte Migrationsgeschichte – Oral History in bester Form – zum hören!

Das besondere format audio:

Die Lebensläufe, lebensgeschichtlichen Details und Biografien, sind durchgehend selbsterzählt – d.h. hörbar sind einzig die Stimmen und die Geschichten der Erzählenden – ‚Im Originalton‘ / O-Ton.
In keinem anderen Medium vermittelns sich so intensiv wie subtil sowohl die ‚Inhalte des Gesagten‘ wie auch alles ‚ungesagte‘ – in feinste Nuancen vermittelt die Stimme das, was nur die Stimme ausdrücken kann – die sogn. ‚Prosodie‘.

Im gesprochenen Wort vermitteln sich Atmosphäre und Stimmungen, Witz, Tragik, Freude, Anstrengung und Leichtigkeit der Erinnerung – in allen Facetten und Zwischentönen sehr viel deutlicher als in jedem anderen Medium – etwa in schriftlicher Form. Das gesprochene Wort – die Stimmen der Erzählenden – machen auf einzigartige, fast unwillkürliche Weise aufmerksam und bieten emotionale Teilhabe, erleichtern Empathie.

Die Erzählungen, die hier in den Unterrichtsmodulen bearbeitet werden, sind zwischen 15 und 50 Minuten lang (können also, je nach Laufzeit, zusammenhängend im Unterricht gehört werden oder in mehrteiliger Gruppenarbeit bzw. als Hausarbeit) und in einem durchgehenden Erzählfluss, ohne Unterbrechungen, zu hören. Die ursprünglichen Interviewgespräche sind oft vielfach länger. In der sorgsamen und erfahrenen Nachbearbeitung werden sie gekürzt, etwaige Zwischenfragen herauseditiert und auf wesentliche Aspekte der Erzählung verdichtet. Das gesprochen Deutsch der Erzählungen ist mindestens gut verständlich; weitestgehend, aber nicht immer – gerade die unterschiedlichen Akzente, die Stimmen sowie die sprachlichen Eigenheiten und Neuschöpfungen zeigen, wie man sich auch in der deutschen Sprache individuell einrichten und zurechtfinden kann und muss.
Die Lebensgeschichten werden in deutscher Sprache erzählt, zu einem kleineren Anteil auch auf ‘nicht-muttersprachlich-Deutsch’ – in der jeweiligen Herkunftssprache (Türkisch, Italienisch, Arabisch, Serbisch, Kroatisch, Russisch, Polnisch, Spanisch, Portugiesisch, Persisch, Griechisch, Chinesisch, Französisch …). Damit werden – auch als Erzählende – weitere Kreise angesprochen, vor allem eben jene, die – aus welchen Gründen auch immer – kaum oder kein Deutsch sprechen, die aber Teil der Lebenswirklichkeit und der ‘Erzählungen’ in Deutschland sind. In besonderen Fällen kommen ,Voiceovers’ zur Verwendung – deutsche ‚Synchronstimmen’ – und beim Ausstellungen, Installationen, audiolounges bildschirmgestützte ‚Untertitel’.

Sie erleichtern auch einem größeren Publikum, gewissermaßen aus ‚erster Hand’, Migrationsgeschichte und Geschichten zu erfahren, so wie sie bisher in dieser Form und in diesem Umfang noch nicht veröffentlicht wurden.
Die Erzählungen bilden in dieser Form und in diesem Umfang einzigartige historische Quellen.
Das migration-audio-archiv erschliesst hiermit im Kontext Migration sowie Oral History auch in Forschung bis Publizistik wichtige Bereiche.

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