1. Einstieg – Chance zur Veränderung?

Migration verändert nicht nur Orte – sie verändert das, was wir über uns selbst glauben. Wer migriert, verlässt auch vertraute Rollenbilder: wie man lebt, liebt, arbeitet, sich bewegt. Für viele Frauen bedeutete Migration eine unerwartete Freiheit. Für andere: neue Grenzen und Abhängigkeiten. Dieses Modul erzählt von zwei Lebenswegen zwischen Anpassung und Aufbruch.

Welche Vorstellungen von „weiblich“/„männlich“ kennst du?
Was passiert, wenn solche Vorstellungen auf andere Kulturen treffen?
Wann entsteht Emanzipation – wann Zwang?

2. Hören – Zwei Stimmen, zwei Welten

Porträt-Symbol zu Mona Yahia (Platzhalter)
Mona Yahia · Irak → Israel → Deutschland

Mona Yahia – „Zwischen Kunst und Freiheit“

„Die westliche Kultur hat mich sehr früh angezogen. Dort durfte man mehr Gefühle zeigen – und Mädchen hatten mehr Freiheiten.“

Jüdische Schriftstellerin; Flucht nach Israel, später Studium/Leben in Deutschland.

Transkript anzeigen

[Transkript-Ausschnitt hier einfügen]

Impulsfragen
  • Welche Bedeutung hat Bildung in Monas Leben?
  • Warum beschreibt sie „Freiheit“ als etwas, das man lernen muss?
Symbolbild: Arbeitsmigration ohne Papiere (Platzhalter)
„Anna aus Polen“ · Arbeitsmigration/Illegalität

Anna aus Polen – „Unsichtbar arbeiten, sichtbar bleiben“

„Ich wünsche keinem so ein Leben, wie ich es als Illegale führe. Es gibt mich nicht – ich bin nicht da.“

Reinigungskraft ohne Papiere; Erfahrungsbericht über Unsichtbarkeit, Belastung und Würde.

Transkript anzeigen

[Transkript-Ausschnitt hier einfügen]

Impulsfragen
  • Wie beschreibt Anna ihren Alltag und ihre Unsichtbarkeit?
  • Welche Gefühle löst ihre Situation in dir aus?

3. Verstehen – Migration als Spiegel von Geschlecht & Gesellschaft

Mona Yahia und Anna aus Polen leben in unterschiedlichen Welten – und doch sprechen beide über Freiheit. Ihre Geschichten zeigen, wie Migration Rollenbilder verschiebt: Arbeit wird zur Selbstbehauptung, Sprache zur Machtfrage, Emanzipation zur alltäglichen Aushandlung.

Reflexionsübung

Ordne gedanklich (oder in der Gruppe) die Aussagen den Feldern zu – wichtig: Es darf Überschneidungen geben.

„Ich durfte endlich allein entscheiden.“
„Meine Arbeit ist mein Stolz.“
„Ich musste mich anpassen, um zu überleben.“
„Familie war das Wichtigste – egal wo.“

Ergebnis: Es gibt keine harten Grenzen – Emanzipation und Tradition greifen ineinander.

4. Vertiefen – Dein Gedanke dazu

Schreibimpuls

Denk an eine Situation, in der du eine Rolle verändern musstest – in einer neuen Gruppe, Stadt oder Sprache. Wie hat sich das angefühlt? Was hast du über dich gelernt?

Barrierefreiheit: Alle Audios sind mit Transkripten hinterlegt; Downloads enthalten vereinfachte Sprache.

Übertrag · ClimateNarratives

Wie verändern sich Rollen, wenn Klima, Arbeit oder Migration das Leben neu ordnen? Dieses Modul dient als didaktische Vorlage für „Gender & Climate“ bzw. „Care im Wandel“ – identische 4-Schritt-Struktur, andere Storys.